Perimenopause - wenn plötzlich vieles anders wird

Vielleicht kennst du das:

Du schläfst plötzlich schlechter. Deine Periode kommt früher, später oder stärker als gewohnt. Deine Stimmung fährt Achterbahn, du bist schneller erschöpft oder kannst dich schlechter konzentrieren.

Vielleicht verändert sich auch dein Körper – obwohl du eigentlich gar nichts anders machst.

Und gleichzeitig denkst du:

„Für die Wechseljahre bin ich doch noch viel zu jung.“

Genau hier beginnt häufig die Verwirrung. Denn die Wechseljahre starten nicht erst dann, wenn deine Periode endgültig ausbleibt.

Die Wechseljahre sind kein einzelner Zeitpunkt

Wenn wir von „den Wechseljahren“ sprechen, meinen wir eigentlich einen längeren Übergang.

Die Perimenopause ist die Phase rund um die letzten Jahre vor der Menopause und das erste Jahr danach. Sie kann bereits beginnen, während du noch regelmäßig deine Periode bekommst.

Die Menopause selbst ist dagegen ein Zeitpunkt: die letzte Menstruation. Sicher feststellen lässt sie sich erst rückblickend, wenn zwölf Monate keine Blutung mehr aufgetreten ist und es dafür keine andere Ursache gibt.

Das bedeutet:

Du kannst bereits mitten in hormonellen Veränderungen stecken, obwohl deine Periode noch da ist.

Was verändert sich in der Perimenopause?

Mit zunehmendem Alter verändert sich die Funktion der Eierstöcke.

Eisprünge können unregelmäßiger werden und die Konzentrationen von Östrogen und Progesteron verändern sich. Dabei sinken die Hormone nicht einfach gleichmäßig und vorhersehbar ab.

Gerade in der Perimenopause können sie teilweise deutlich schwanken.

Und genau deshalb kann sich diese Phase so unterschiedlich anfühlen.

Woran kann ich die Perimenopause merken?

Es gibt nicht das eine typische Symptom.

Mögliche Veränderungen sind beispielsweise:

  • ein kürzerer oder längerer Zyklus
  • stärkere oder schwächere Blutungen
  • Hitzewallungen oder nächtliches Schwitzen
  • Schlafprobleme
  • Stimmungsschwankungen oder Reizbarkeit
  • Konzentrationsprobleme oder „Brain Fog“
  • veränderte Energie und Belastbarkeit
  • Kopfschmerzen
  • Brustspannen
  • Gelenk- oder Muskelbeschwerden
  • vaginale Trockenheit
  • Veränderungen von Lust und Sexualität

Manche Frauen haben nur wenige Beschwerden.

Andere erleben diese Phase deutlich intensiver.

Und manche bemerken lange überhaupt nichts.

Nicht alles sind automatisch „die Hormone“

Das ist mir besonders wichtig.

Wenn du Mitte 40 plötzlich müde bist, schlecht schläfst oder zunimmst, können hormonelle Veränderungen daran beteiligt sein.

Sie müssen aber nicht die einzige Ursache sein.

Auch Stress, Ernährung, Bewegungsmangel, Medikamente oder Erkrankungen können ähnliche Beschwerden verursachen.

Deshalb sollten neue oder starke Beschwerden nicht einfach mit dem Satz

„Das sind halt die Wechseljahre.“

abgehakt werden.

Brauche ich einen Hormontest?

Das klingt zunächst logisch: Blut abnehmen, Hormone messen und schon weiß man, ob man in den Wechseljahren ist.

So einfach ist es gerade in der Perimenopause häufig nicht.

Weil die Hormonwerte stark schwanken können, bildet eine einzelne Blutentnahme möglicherweise nur eine Momentaufnahme ab.

Bei Frauen ab etwa 45 Jahren wird die Einordnung typischer Wechseljahresbeschwerden deshalb häufig vor allem anhand von Alter, Zyklusveränderungen und Symptomen vorgenommen.

In bestimmten Situationen können Untersuchungen oder Blutwerte trotzdem sinnvoll sein – zum Beispiel bei ungewöhnlich frühen Beschwerden oder wenn andere Ursachen ausgeschlossen werden sollen.

Das gehört dann in ärztliche Hände.

Was kannst du selbst beeinflussen?

Du kannst die hormonelle Umstellung nicht verhindern.

Aber du kannst deinen Körper in dieser Phase unterstützen.

Regelmäßige Bewegung, Kraft- und Ausdauertraining, eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Eiweiß, guter Schlaf und ein bewusster Umgang mit Stress bleiben wichtige Grundlagen.

Gleichzeitig darfst du akzeptieren, dass dein Körper möglicherweise nicht mehr auf alles genauso reagiert wie mit 30.

Das bedeutet nicht, dass du weniger kannst.

Es bedeutet vielmehr:

Es lohnt sich, genauer hinzuschauen, was du jetzt brauchst.

Du musst Beschwerden nicht einfach aushalten

Wechseljahresbeschwerden werden manchmal noch immer als etwas dargestellt, durch das eine Frau eben „durch muss“.

Das stimmt so nicht.

Wenn Beschwerden deine Lebensqualität beeinträchtigen, sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt darüber.

Je nach Beschwerden, persönlicher Situation und gesundheitlichen Voraussetzungen kommen unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten infrage – dazu kann auch eine menopausale Hormontherapie gehören.

Welche Behandlung sinnvoll ist, muss individuell entschieden werden.

Das bedeutet für dich

Die Perimenopause ist keine Krankheit.

Aber sie ist eine echte körperliche Veränderungsphase.

Und du musst nicht jedes Symptom hinnehmen oder dir einreden, dass du dich einfach mehr zusammenreißen müsstest.

Je besser du verstehst, was gerade in deinem Körper passiert, desto leichter kannst du unterscheiden:

Was kann ich selbst beeinflussen?
Wo kann ich mein Training oder meinen Alltag anpassen?
Und wann brauche ich medizinische Unterstützung?

Dein Fem-Balance-Tipp

Wenn du Veränderungen bemerkst, führe für einige Wochen ein kleines Symptomtagebuch.

Notiere:

Zyklus und Blutung, Schlaf, Hitzewallungen, Stimmung, Energie und andere Beschwerden, die dir auffallen.

Nicht, um deinen Körper ständig zu kontrollieren.

Sondern damit aus einem diffusen

„Irgendwie ist plötzlich alles anders“

ein erkennbares Muster werden kann.

Und genau damit kannst du viel gezielter entscheiden, was du jetzt brauchst.

Bauchfett in den Wechseljahren - sind wirklich die Hormone schuld?

Vielleicht kommt dir das bekannt vor:

Dein Gewicht hat sich gar nicht dramatisch verändert – aber deine Hosen sitzen plötzlich anders. Die Taille wird weniger und besonders am Bauch scheint sich hartnäckig etwas anzusammeln.

Und schnell heißt es:

„Das sind die Hormone.“

Ganz falsch ist das nicht.

Aber so einfach ist es auch nicht.

Tatsächlich kann sich die Fettverteilung verändern

Mit den Wechseljahren verändert sich unter anderem der Östrogenspiegel.

Diese hormonellen Veränderungen können dazu beitragen, dass sich Körperfett anders verteilt. Während Frauen vor der Menopause Fett häufiger stärker an Hüfte und Oberschenkeln speichern, nimmt danach tendenziell die Fettansammlung im Bauchbereich zu.

Das kann sogar passieren, ohne dass dein Körpergewicht stark steigt.

Deine Körperform kann sich also verändern, obwohl die Zahl auf der Waage ähnlich bleibt.

Aber Hormone erzeugen nicht automatisch Bauchfett

Hier wird es wichtig.

Die Wechseljahre allein bedeuten nicht automatisch, dass du zwangsläufig zunimmst.

Parallel zur hormonellen Umstellung passiert nämlich noch etwas anderes:

Wir werden älter.

Mit zunehmendem Alter kann Muskelmasse verloren gehen – besonders dann, wenn wir unsere Muskulatur nicht ausreichend fordern.

Viele Menschen bewegen sich außerdem im Alltag weniger als früher.

Dadurch kann der Energieverbrauch sinken.

Wenn wir gleichzeitig ungefähr genauso essen wie vorher, kann über längere Zeit ein kleiner Energieüberschuss entstehen.

Und der macht sich irgendwann bemerkbar.

Deshalb ist die Waage manchmal irreführend

Stell dir vor, du verlierst über mehrere Jahre etwas Muskelmasse und baust gleichzeitig Körperfett auf.

Auf der Waage kann sich erstaunlich wenig verändern.

Deine Körperzusammensetzung aber schon.

Genau deshalb schauen wir bei Fem Balance nicht ausschließlich auf dein Körpergewicht.

Auch Muskelmasse, Körperfett, Taillenumfang, Kraft und Leistungsfähigkeit können wichtige Informationen liefern.

Was haben Schlaf und Stress damit zu tun?

Gerade in der Perimenopause schlafen viele Frauen schlechter.

Hitzewallungen, nächtliches Schwitzen oder häufigeres Aufwachen können die Erholung beeinträchtigen.

Und wer dauerhaft schlecht schläft, kennt häufig auch die Folgen am nächsten Tag:

weniger Energie, weniger Lust auf Bewegung und teilweise mehr Hunger oder Appetit.

Auch Stress kann Essverhalten, Schlaf und Bewegung beeinflussen.

Das heißt aber nicht, dass du einen mysteriösen „Cortisolbauch“ bekommst, den du mit einem speziellen Detox-Programm beseitigen musst.

Stress ist ein Faktor unter mehreren.



Was kannst du konkret tun?

Die gute Nachricht:

Auch wenn du deine hormonellen Veränderungen nicht verhindern kannst, kannst du viele andere Faktoren beeinflussen.

Erhalte deine Muskulatur

Regelmäßiges Krafttraining hilft dir dabei, Muskelmasse und körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten beziehungsweise aufzubauen.

Dabei muss Training einen echten Reiz setzen.

Nur ein bisschen Bewegung reicht für den Erhalt von Muskulatur langfristig nicht unbedingt aus.

Beweg dich im Alltag

Nicht nur deine Trainingseinheiten zählen.

Spaziergänge, Wege zu Fuß, Treppen und generell weniger Sitzen können über die Woche einen erheblichen Unterschied machen.

Achte auf ausreichend Eiweiß

Eiweiß unterstützt den Erhalt und Aufbau von Muskulatur und trägt außerdem zur Sättigung bei.

Versuche deshalb, über den Tag verteilt regelmäßig gute Eiweißquellen einzuplanen.

Schau auf deine Ernährung insgesamt

Du brauchst keine spezielle Wechseljahresdiät.

Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, gute Eiweißquellen und hochwertige Fettquellen bilden weiterhin eine gute Grundlage.

Wenn dein Ziel Fettabbau ist, bleibt außerdem die Energiebilanz relevant.

Auch in den Wechseljahren gelten die grundlegenden Prinzipien des Fettabbaus.

Kann man gezielt am Bauch abnehmen?

Leider nein.

Bauchübungen können deine Bauchmuskulatur kräftigen.

Sie entscheiden aber nicht darüber, an welcher Stelle dein Körper Fett abbaut.

Auch spezielle Lebensmittel, Tees, Supplements oder „Hormon-Hacks“ können Körperfett nicht gezielt am Bauch verschwinden lassen.

Wenn Körperfett reduziert wird, entscheidet dein Körper weitgehend selbst, wo er es zuerst und zuletzt abgibt.

Und noch etwas ist wichtig

Ein Bauch ist nicht automatisch ein gesundheitliches Problem.

Mit zunehmendem Bauchumfang und insbesondere mehr Fettgewebe im Bauchraum können jedoch bestimmte gesundheitliche Risiken steigen.

Deshalb kann es sinnvoll sein, neben dem Gewicht auch den Taillenumfang und andere Gesundheitswerte im Blick zu behalten.

Nicht aus Angst vor deinem Bauch.

Sondern als Teil einer vernünftigen Gesundheitsvorsorge.

Das bedeutet für dich

Wenn sich dein Körper in den Wechseljahren verändert, bildest du dir das nicht ein.

Aber du bist deinen Hormonen auch nicht hilflos ausgeliefert.

Statt immer weniger zu essen oder die nächste „Hormon-Diät“ auszuprobieren, konzentriere dich auf die Dinge, die du langfristig beeinflussen kannst:

Muskulatur erhalten.
Regelmäßig bewegen.
Ausreichend Eiweiß essen.
Auf deine Gesamtenergie achten.
Gut schlafen.
Stress ernst nehmen.

Dein Fem-Balance-Tipp

Wenn du das Gefühl hast, dass sich dein Körper verändert hat, schau für einige Wochen einmal nicht nur auf die Waage.

Beobachte zusätzlich:

Wie entwickelt sich dein Taillenumfang?
Wie sitzt deine Kleidung?
Wie verändert sich deine Körperzusammensetzung?
Wirst du im Training stärker?
Wie viel bewegst du dich im Alltag?

Denn dein Ziel sollte nicht einfach sein:

„Der Bauch muss weg.“

Sondern:

einen starken, gesunden Körper durch diese Lebensphase zu bringen.

Schlafprobleme in den Wechseljahren - wenn die Nacht plötzlich schwierig wird

Du bist müde, gehst ins Bett – und bist plötzlich hellwach.

Oder du schläfst problemlos ein, wachst aber nachts immer wieder auf. Vielleicht ist dir heiß, du schwitzt, musst zur Toilette oder dein Kopf entscheidet um drei Uhr morgens, dass jetzt der perfekte Zeitpunkt ist, über alles Mögliche nachzudenken.

Am nächsten Morgen fühlst du dich, als hätte die Nacht kaum stattgefunden.

Schlafprobleme gehören für viele Frauen zu den belastendsten Veränderungen in der Perimenopause und den Wechseljahren.

Und sie können weit mehr beeinflussen als nur deine Müdigkeit.

Warum verändert sich der Schlaf?

In der Perimenopause beginnen Östrogen und Progesteron stärker zu schwanken und sich langfristig zu verändern.

Diese hormonelle Umstellung kann den Schlaf auf unterschiedliche Weise beeinflussen.

Besonders offensichtlich ist der Zusammenhang bei Hitzewallungen und nächtlichem Schwitzen.

Wenn du nachts plötzlich stark schwitzt, die Decke wegschiebst, später frierst und wieder einschlafen musst, wird dein Schlaf immer wieder unterbrochen.

Aber auch Frauen ohne starke Hitzewallungen berichten in dieser Lebensphase häufiger über Schlafprobleme.

Nicht jede schlechte Nacht sind die Wechseljahre

Auch hier gilt:

Nicht alles, was zwischen 40 und 55 passiert, wird automatisch durch Hormone verursacht.

Schlaf kann beispielsweise auch gestört werden durch:

  • Stress und Grübeln
  • Alkohol
  • spätes oder sehr schweres Essen
  • Koffein
  • Schmerzen
  • Medikamente
  • depressive Verstimmungen oder Ängste
  • Schnarchen und Schlafapnoe
  • unruhige Beine
  • ungünstige Schlafgewohnheiten

Deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen, was deinen Schlaf tatsächlich stört.

Warum schlechter Schlaf tagsüber so viel verändert

Eine schlechte Nacht steckt dein Körper meistens problemlos weg.

Wenn schlechter Schlaf aber zum Dauerzustand wird, sieht die Sache anders aus.

Du fühlst dich möglicherweise:

müder, gereizter, weniger konzentriert und körperlich weniger leistungsfähig.

Und häufig passiert noch etwas:

Gesunde Entscheidungen werden schwieriger.

Nach einer schlechten Nacht hast du vielleicht weniger Lust auf Training, bewegst dich weniger und empfindest Hunger oder Appetit stärker.

Deshalb gehören Schlaf, Ernährung, Bewegung und Wohlbefinden nicht in getrennte Schubladen.

Sie beeinflussen sich gegenseitig.

Was kannst du selbst ausprobieren?

Es gibt nicht den einen Trick, der jede Nacht sofort wieder perfekt macht.

Aber einige Gewohnheiten können deinem Körper helfen.

Sorge für einen regelmäßigen Rhythmus

Versuche, ungefähr zur gleichen Zeit aufzustehen und ins Bett zu gehen.

Unser Körper mag Rhythmus.

Besonders eine relativ konstante Aufstehzeit kann helfen, deinen Schlaf-Wach-Rhythmus zu stabilisieren.



Mach dein Schlafzimmer schlaffreundlich

Gerade wenn du unter Hitzewallungen leidest, kann ein eher kühles Schlafzimmer angenehmer sein.

Leichte Bettwäsche und Kleidung, die du bei Bedarf schnell wechseln kannst, können nächtliche Schweißattacken etwas leichter handhabbar machen.

Schau auf deinen Kaffee

Koffein wirkt deutlich länger, als viele denken.

Wenn du schlecht schläfst, lohnt es sich deshalb auszuprobieren, Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke am Nachmittag oder Abend zu reduzieren.

Alkohol hilft nicht beim Schlafen

Das Glas Wein am Abend macht vielleicht zunächst müde.

Es verbessert deinen Schlaf aber nicht unbedingt.

Alkohol kann die Schlafqualität verschlechtern und bei manchen Frauen auch Hitzewallungen verstärken.

Wenn du häufig nachts aufwachst, lohnt sich deshalb ein ehrlicher Blick auf deinen Alkoholkonsum.

Beweg dich regelmäßig

Regelmäßige körperliche Aktivität kann guten Schlaf unterstützen.

Krafttraining, Ausdauertraining und Alltagsbewegung sind deshalb auch für deinen Schlaf sinnvoll.

Sehr intensive Einheiten unmittelbar vor dem Schlafengehen können manche Menschen allerdings eher aktivieren.

Beobachte, wie dein Körper reagiert.

Und wenn nachts der Kopf nicht abschaltet?

Viele Frauen kennen das:

Tagsüber funktioniert alles.

Und sobald Ruhe einkehrt, beginnt der Kopf zu arbeiten.

Was muss morgen erledigt werden?
Was habe ich vergessen?
Warum habe ich heute eigentlich...?
Und plötzlich ist eine Stunde vorbei.

Es kann helfen, Gedanken vor dem Schlafengehen aus dem Kopf herauszubekommen.

Schreib offene Aufgaben oder Gedanken auf.

Nicht, um sie nachts zu lösen.

Sondern damit dein Gehirn sie nicht ständig festhalten muss.

Was, wenn ich nachts wach werde?

Ein häufiger Fehler ist, sofort auf die Uhr zu schauen.

„Oh nein. Schon 3:17 Uhr. Wenn ich jetzt einschlafe, habe ich nur noch ...“

Damit beginnt häufig zusätzlicher Stress.

Wenn du einmal wach wirst, ist das zunächst nichts Ungewöhnliches.

Wenn du aber länger wach liegst und merkst, dass du dich immer mehr ärgerst, kann es sinnvoll sein, kurz aufzustehen und etwas Ruhiges bei gedämpftem Licht zu tun.

Zurück ins Bett gehst du, wenn du wieder schläfrig wirst.

Schlafprobleme musst du nicht monatelang hinnehmen

Wenn du über längere Zeit schlecht schläfst und dein Alltag darunter leidet, solltest du das ärztlich ansprechen.

Besonders wenn du stark schnarchst, Atemaussetzer vermutet werden, du extreme Tagesmüdigkeit hast oder andere auffällige Beschwerden auftreten, sollte genauer hingeschaut werden.

Auch ausgeprägte Wechseljahresbeschwerden können behandelt werden.

Bei chronischer Schlaflosigkeit gibt es zudem wirksame nicht-medikamentöse Behandlungsverfahren.

„Da musst du jetzt durch“ ist keine gute Schlaftherapie.

Das bedeutet für dich

Schlaf ist kein Luxus und auch keine Zeit, in der dein Körper einfach nur „nichts tut“.

Erholung ist ein wichtiger Bestandteil deiner Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

Wenn dein Schlaf sich in den Wechseljahren verändert, lohnt es sich deshalb, ihn genauso ernst zu nehmen wie Training und Ernährung.

Nicht mit dem Anspruch:

„Ich muss jede Nacht acht Stunden perfekt schlafen.“

Sondern mit der Frage:

„Was kann ich verändern, damit mein Körper wieder bessere Bedingungen für Schlaf bekommt?“

Dein Fem-Balance-Tipp

Führe für zwei Wochen ein kleines Schlafprotokoll.

Notiere kurz:

Wann bist du ins Bett gegangen?
Wie oft warst du ungefähr wach?
Gab es Hitzewallungen oder Nachtschweiß?
Wann hattest du den letzten Kaffee?
Gab es Alkohol?
Wie stressig war dein Tag?
Wie fit fühlst du dich am nächsten Morgen?

Oft wird dadurch bereits sichtbar, wo deine persönlichen Schlafstörer liegen.

Und dann musst du nicht zehn Dinge gleichzeitig verändern.

Fang mit einem an.